Vier Länderspiele innerhalb von sechs Tagen
publiziert: Dienstag, 6. Nov 2007 / 00:00 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 6. Nov 2007 / 10:33 Uhr

Kloten - Am Montag versammelte sich das Eishockey-Nationalteam in Kloten erstmals in der neuen Saison. Vor der elften Saison unter Coach Ralph Krueger herrscht wieder einmal Aufbruchstimmung. Diese Woche bestreitet die Schweiz vier Länderspiele in sechs Tagen.

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Der Testspielreigen wird eröffnet mit dem Länderspiel gegen Dänemark am Dienstagabend in Luzern (19.45 Uhr). In Luzern findet erstmals seit dem 21.1.1973 wieder ein Eishockey-Länderspiel statt.

Vor fast 35 Jahren - die Schweiz spielte damals in der WM-C-Gruppe - wurde Rumänien in der Innerschweizer Metropole 5:2 besiegt. Nach dem Test gegen die Dänen erfolgt für das Krueger-Team am Mittwoch die Abreise nach Hannover.

Dort trifft die Schweiz im Rahmen des Deutschland-Cup am Donnerstag auf Japan und am Samstag auf die Slowakei. Am Sonntag folgt ein Klassierungsspiel gegen ein Team aus der zweiten Dreiergruppe, welche die USA, Lettland und Deutschland bilden.

Stimmung ist positiv

Die Stimmung vor den Novemberpartien ist überraschend positiv, nachdem während des Sommers Kritik wie Monsunregen auf Krueger und den Hockeyverband niederprasselte.

Aber die Gespräche Kruegers mit den Verantwortlichen aller Klubs (Trainer, Sportchef, Akteure) fruchteten. Auch die Absichtserklärung des Nationaltrainers, allen Stammspielern eine Pause einzuräumen, kam sehr gut an.

Ausserdem profitiert Ralph Krueger von der günstigen Ausgangslage: Die nahe Zukunft des Nationalteams mit der WM im Frühling 2008 in Kanada in ausverkauften Stadien, dann der Heim-WM in der Schweiz (2009) und schliesslich den Olympischen Spielen in Kanada (2010), präsentierte sich noch nie so attraktiv wie im Moment.

97 Prozent sind gern in der Nati

Auch wegen der lukrativen Aussichten durfte Krueger nach den Klubgesprächen zufrieden feststellen, dass «97 Prozent aller Kandidaten weiterhin gerne in die Nationalmannschaft kommen».

Nur Reto von Arx und Michel Riesen beharren seit vier Jahren auf ihrem Nati- oder Krueger-Boykott. Alle anderen sind wieder mit an Bord -- auch David Aebischer, der sich letzte WM als Nummer 2 hinter dem überragenden Jonas Hiller verschaukelt fühlte.

Thomas Ziegler, der auf die WM verzichtet hatte, und Martin Plüss, der letzte Saison nie das Nationalmannschafts-Trikot überzog, sind im Dezember erstmals wieder mit von der Partie.

In der November-Equipe stehen zehn Akteure, die noch nie an einer Weltmeisterschaft teilnahmen und sogar fünf, die erstmals ein Aufgebot erhielten. Drei Debütanten entstammen dem HC Davos: der 23-jährige Back Florian Blatter sowie die jungen Stürmer Dario Bürgler (19) und Peter Guggisberg (22).

Weitere Neulinge im Dezember

Auch die beiden Langnauer Martin Stettler (23) und Fabian Sutter (25) wurden neu mit den Nationalmannschafts-Utensilien ausgestattet. Krueger: «Im Dezember werden weitere Junge zum Team stossen. Ich bin überzeugt, dass auch in dieser Saison Spieler wie Duri Camichel neu auf die Landkarte kommen.»

Duri Camichel (25) rückte vor einem Jahr im November durch Absagen ins Aufgebot, schaffte es danach an die WM in Moskau und trägt mittlerweile beim EV Zug den Helm des PostFinance-Topskorers.

Zehn Mutationen musste Ralph Krueger vor einem Jahr im November vornehmen. Diesmal gab es vor dem Einrücken insgesamt drei Wechsel: Patrick von Gunten (Handgelenk), Adrian Wichser (Rücken) und Beat Forster (Magen-Darm-Erkrankung) sagten ab; nachnominiert wurden Patrick Fischer II (Rapperswil-Jona), Björn Christen (Zug) sowie am Montag noch Mathias Seger (ZSC Lions). Stürmer Christen erhielt erstmals seit viereinhalb Jahren wieder ein Aufgebot von Krueger.

Mehr Verantwortung gefordert

Dass vom Stamm der letzten Jahre bloss die Hälfte mit von der Partie ist, verändert Ralph Kruegers Job. «Ich werde neben dem Eis aktiver coachen müssen», sagte Krueger. Dafür will er anders als an einer WM auf die Gegner nicht gross eingehen.

Krueger: «Von den Stammspielern erwarte ich ein höheres Verantwortungs-Bewusstsein. Von den Jungen erhoffe ich mir den zusätzlichen Energiestoss. Ich bin gespannt, wie die Etablierten im Vergleich mit den Neulingen aussehen werden.»

Im Gegensatz zu den letzten sieben Jahren, als der Gegner im ersten Länderspiel stets Kanada hiess, steigen die Schweizer gegen Dänemark als Favorit in die Partie. Eine Heimniederlage könnte auf die neue gute Stimmung drücken. Krueger: «Natürlich wollen wir die Dänen schlagen. Auch an den Deutschland-Cup reisen wir mit dem Ziel, das Turnier zu gewinnen.

Keine einfachen Aufgaben

Einfach werden diese Aufgaben aber nicht: Dänemark ist ein ernstzunehmender Gegner. Die Dänen sind mittlerweile auf allen Ebenen a-klassig. Sie sind in den letzten Jahren von allen Verbänden am meisten gewachsen.»

Die Dänen reisten mit einer erfahrenen Equipe in die Schweiz: Mit dabei sind der starke Goalie Peter Hirsch, Verteidiger-Haudegen Jesper Damgaard (letzte Saison 1 Spiel für Lugano) sowie die Schweden-Legionäre Daniel Nielsen, Morten Green (beide Leksand), Peter Regin (Timra) und Kim Staal (Linköping).

Das Aufgebot:
Tor (2): Marco Bührer (Bern). Ronnie Rüeger (Kloten).

Verteidigung (10): Florian Blatter (Davos). Severin Blindenbacher (ZSC Lions). Félicien Du Bois (Ambri-Piotta). Patrick Fischer II (Rapperswil-Jona). Beat Gerber (Bern). John Gobbi (Genf/Servette). Timo Helbling (Lugano). Mathias Seger (ZSC Lions). Martin Stettler (Langnau). Julien Vauclair (Lugano).

Sturm (15): Andres Ambühl (Davos). Patrik Bärtschi (Bern). Dario Bürgler (Davos). Duri Camichel (Zug). Björn Christen (Zug). Thomas Déruns (Genf/Servette). Paolo Duca (Ambri-Piotta). Peter Guggisberg (Davos). Sandy Jeannin (Lugano). Thibaut Monnet (ZSC Lions). Marc Reichert (Bern). Raffaele Sannitz (Lugano). Paul Savary (Genf/Servette). Julien Sprunger (Fribourg). Fabian Sutter (Langnau).

Das Programm:
Dienstag: Schweiz - Dänemark in Luzern (19.45 Uhr). - Deutschland-Cup in Hannover. Gruppe A: USA, Deutschland, Dänemark. - Gruppe B: Slowakei, Schweiz, Japan. - Spielplan. Donnerstag: Japan - Schweiz (16.30 Uhr). Deutschland - USA (20.00). - Freitag: Slowakei - Japan (16.30 Uhr). Dänemark - USA (20.00). - Samstag: Slowakei - Schweiz (14.30 Uhr). Deutschland - Dänemark (18.00). - Sonntag. Um Platz 5 (12.30 Uhr). Um Platz 3 (15.30). Final (19.00).

(von Rolf Bichsel/Si)

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