Nati will Erfolgsserie gegen Österreich verteidigen
publiziert: Mittwoch, 11. Apr 2012 / 11:06 Uhr
Auf die Schweizer Nati wartet Österreich.
Auf die Schweizer Nati wartet Österreich.

Nach den Partien gegen Finnland steht für die Schweizer Nationalmannschaft unter Sean Simpson die zweite Tranche der WM-Vorbereitung an. In Feldkirch treffen die Schweizer heute Mittwoch (20.20 Uhr) und morgen Donnerstag (18.00) auf Österreich.

4 Meldungen im Zusammenhang
Sehr stark interessieren werden in den nächsten Tagen und Wochen auch die Meldungen aus Nordamerika, wo ja mit Ausnahme von Roman Josi (Nashville) kein Schweizer in den NHL-Playoffs engagiert ist. Simpson bestätigte gestern die Meldung mehrerer kanadischer Medien, wonach die beiden Verteidiger von Montreal, Rafael Diaz und Yannick Weber, wegen ihrer Verletzungen nicht an die WM reisen werden. Der Nationaltrainer hofft, dass in den nächsten Tagen auch Klarheit bezüglich weiterer Personalien geschaffen wird: «Ich war auch über das Wochenende in stetigem Kontakt mit allen Spielern, ihren Agenten und den Klubs. Ich hoffe, dass wir bis spätestens am Donnerstag auch wegen den weiteren Spielern mehr wissen werden.»

Die Partien gegen die Vertretung aus dem Land des Weltmeisters dienten den Schweizern dazu, erste Erkenntnisse hinsichtlich der Vergleiche mit den grossen Nationen zu gewinnen. Gegen Österreich geht es nun vor allem darum, die ersten beiden WM-Partien gegen Kasachstan und Weissrussland zu simulieren, gegen die man gewinnen sollte, um in Finnland im Kampf um einen der vier ersten Gruppenplätze nicht vorzeitig ins Hintertreffen zu geraten.

Lange Erfolgsserie

An diesem Wochenende geht Simpsons Truppe mit fast identischem Gesicht gegenüber den Spielen gegen Finnland ans Werk. Neu dabei ist mit Tobias Stephan ein vierter Goalie, zudem kommt Zugs Yannick Blaser zu seiner Nati-Premiere, und es wird sich weisen müssen, ob Andrej Bykow von seiner Schulterverletzung, die ihn letzte Woche zum Aussetzen zwang, genesen ist. Simpson freut sich auf die zwei Partien: «Wir wollen uns als Team weiter entwickeln und natürlich Erfolg haben. Ich erwarte aber zwei harte Spiele gegen einen sehr motivierten Gegner.»

Die Schweiz hat auch eine lange Erfolgsserie gegen den Nachbarn zu verteidigen. In den letzten elf Partien - das abgebrochene Spiel unmittelbar vor WM-Beginn 2005 in Wien wegen beschädigtem Eis nicht eingerechnet - resultierten acht Siege und drei Unentschieden, die letzte Niederlage liegt schon mehr als 15 Jahre zurück. Am 11. Februar 1997 unterlag die Schweiz in Duisburg 0:2 - und verpasste wegen dieser Niederlage die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano.

Die «Schweizer» Fraktion bei den Ösis

A-Gruppen-Absteiger Österreich dürfte zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung ein echter Gradmesser ein. Das Team von Manny Viveiros bestreitet seine letzten beiden Tests, ehe am Sonntag die B-WM in Ljubljana beginnt. Stark vertreten ist auch die «Schweizer» Fraktion: Christian Weber ist nach der Final-Niederlage mit Klagenfurt nun Assistenztrainer von Viveiros, den er beim Rekordmeister im Februar an der Bande abgelöst hatte. Im Kader stehen zudem mit dem Brüderpaar Stefan (Lugano) und Martin Ulmer (Lausanne) sowie dem im EV Zug bei den Junioren engagierten Patrick Obrist drei Spieler, die hierzulande spielen.

Gegen die Schweiz muss Viveiros auf Verstärkung aus Nordamerika verzichten. Michael Grabner (New York Islanders) landet erst am Donnerstag. Starspieler Thomas Vanek (Buffalo) und Andreas Nödl (Carolina) haben ihre WM-Teilnahme abgesagt.

(bg/Si)

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