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Abschiedsspiel in der «Königsklasse»
HCD in Göteborg ohne Druck
publiziert: Dienstag, 19. Jan 2016 / 07:26 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 19. Jan 2016 / 08:27 Uhr
Leonardo Genoni und die Bündner stehen vor dem Aus.
Leonardo Genoni und die Bündner stehen vor dem Aus.

Für den HC Davos zeichnet sich im heutigen Halbfinal-Rückspiel bei Frölunda Göteborg (20.05) das Ende einer sportlich erstklassigen Champions-League-Kampagne ab.

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Die wirtschaftliche Bilanz fällt weniger gut aus. Klubchef Gaudenz Domenig prüft, ob eine weitere Teilnahme Sinn macht.

Gegen drei nordländische Equipen hatte der HCD brilliert und in der Champions League vier von fünf Auswärtsspielen gewonnen, bis Frölunda die euphorischen Bündner letzte Woche nicht nur stoppte, sondern regelrecht demütigte. Die 0:5-Demontage ist gegen den Leader der schwedischen Liga nach sportlichem Ermessen nicht mehr zu korrigieren.

Lernprozess im Fokus

Im 54. Pflichtspiel der Saison steht für Arno Del Curtos Mannschaft primär der Lernprozess auf internationalem Top-Niveau im Vordergrund - im Duell mit einem Kontrahenten, der im vor zwei Jahren reanimierten europäischen Wettbewerb den zwölften Heimsieg in Serie anpeilt. Der HCD-Coach legte von der ersten Saisonminute an viel Wert auf eine gute Europacup-Performance. Entsprechend wird er versuchen, im Land des zweifachen Olympiasiegers und neunfachen Weltmeisters ein respektables Ergebnis zu erzielen.

Hinter Frölunda steht ein Konzept, das perfekt zur hohen schwedischen Schule passt. Im Nachwuchsbereich sind die Göteborger mit zehn Titeln die führende Organisation einer stolzen Hockey-Nation, die derzeit in der National Hockey League mit 80 Spielern vertreten ist.

Meistens ein Verlustgeschäft

Im Knock-out-Wettbewerb der besten europäischen Klub-Teams ausserhalb von Russland will Frölunda die schwedische Vorherrschaft fortsetzen und die erste Trophäe seit dem letzten Meistertitel vor elf Jahren gewinnen. Die Champions League geniesst in Nordeuropa im Kreis der Funktionäre einen beträchtlichen Stellenwert, der finanzielle Anreiz hingegen ist nach wie vor (zu) bescheiden.

Der vielversprechende Produktname ist zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht nicht Programm. In der Eishockey-Szene ist die Champions League in der Regel ein Verlustgeschäft. Das Zuschaueraufkommen ist vielerorts ungenügend. Selbst in den skandinavischen Ländern, die im Europacup mit hoher Priorität engagiert und führend sind, ist das Desinteresse der Fans augenfällig.

In der Göteborger Scandinavium-Halle beispielsweise kaufen bei Heimspielen in der Meisterschaft durchschnittlich über 10'000 Anhänger ein Ticket, beim Halbfinal-Rückspiel gegen den HC Davos kalkulieren die Einheimischen dagegen nur mit knapp 3000 Zuschauern. «Die schlechten Zahlen sind schwer nachzuvollziehen. Für das europäische Hockey ist die Champions League wichtig», erklärt Frölundas Kommunikations-Chef Peter Pettersson Kymmer.

Mittel zu knapp bemessen

Ein Problem sind die zu knapp bemessenen Mittel und das zu aufgeblähte Teilnehmerfeld. Die von den Klubs in Eigenregie gegründete europäische Liga umfasst 48 Teams, die Gesamtdotierung hingegen beträgt nur 1,5 Millionen Euro. Im Fussball hat der belgische Meister KAA Gent am letzten Tag der Gruppenphase innerhalb von 90 Minuten gleich viel an Punkteprämie verdient.

Gaudenz Domenig, der VR-Präsident des HC Davos, kennt die relevanten Zahlen. Im besten Fall sei der Wettbewerb für sie ein Nullsummenspiel, auch wenn «es für die Marke HCD natürlich nicht schlecht ist, lange im Wettbewerb zu sein». In Gesprächen mit dem CEO der Champions League deponierte Domenig vor ein paar Tagen eine deutliche Message: «Es muss mehr Geld kommen, ein komfortabler Gewinn muss möglich sein.»

Der Bündner Klubchef stört sich daran, dass oft nicht mal die hohen Reisekosten gedeckt seien. Sollten keine Verbesserungen der finanziellen Konditionen absehbar sein, müssten sie über die (Rechnungs-)Bücher. «Dann steht zur Debatte, ob wir uns das noch leisten können und wollen. Aus meiner Sicht können wir auf die Länge nicht an einem Wettbewerb teilnehmen, in welchem wir mit grosser Wahrscheinlichkeit Verlust machen», sagt Domenig klipp und klar.

Rückspiele:
Dienstag, 19. Januar, 17.30 Uhr: Kärpät Oulu (FIN) - Lukko Rauma (FIN); Hinspiel 3:2.
20.05 Uhr: Frölunda Göteborg - Davos; Hinspiel 5:0. - Final am 9. Februar.

(bg/Si)

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