WM in Moskau
Eric Blum: «Fundament für Wende ist gelegt»
publiziert: Dienstag, 10. Mai 2016 / 19:43 Uhr
Eric Blum hatte gegen Dänemark den Siegtreffer erzielt.
Eric Blum hatte gegen Dänemark den Siegtreffer erzielt.

Verteidiger Eric Blum spricht von «einem riesigen Stein, der abgefallen ist», als sein Slapshot-Hammer in der 65. Minute den ersten Schweizer Sieg in Moskau sicherstellt. «Darauf müssen wir aufbauen!»

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Bei der entscheidenden Szene, einem klassischen «Bully-Goal» (Zitat Blum), fackelte der Back des SC Bern nicht lange: «Ich zielte links hoch. Der Schuss passte dann perfekt. Darüber bin ich natürlich extrem glücklich.» Eric Blum hofft, mit seinem Siegtor die Wende zum Guten eingeleitet zu haben. «Das Fundament ist gelegt. Auf diesem ersten Sieg müssen wir aufbauen. Wir dürfen uns nicht beirren lassen und ob der heiklen Ausgangslage auch nicht zuviel studieren.»

Trotz des 3:2-Sieges registrierte auch Blum, dass im Schweizer Spiel wieder vieles nicht nach Wunsch funktionierte. Blum: «Ich wäre schon froh, wenn wir einmal in einem Spiel nicht das Messer am Hals spüren würden.»

Zum zweiten Mal innerhalb von 48 Stunden holte das Schweizer Team im Finish einen Zweitorerückstand auf. Hauptrollen spielten bei der Aufholjagd Andres Ambühl, der mit einem wuchtigen Check den stärksten dänischen Verteidiger (Jesper Jensen) ausser Gefecht setzte (44.), und Stürmer Simon Moser der zu den späten Schweizer Goals vom 0:2 zum 2:2 die Vorarbeit leistete.

Captain Andres Ambühl war primär froh darüber, dass «wir noch zwei Punkte holen konnten». Ambühl geht nicht davon aus, dass er für seinen Bodycheck gegen Jesper Jensen noch eine Sperre aufgebrummt bekommt: «Ich denke, dass mir ein guter und korrekter Check gelungen ist. Natürlich will man nicht, dass der Gegner mit der Trage abgeführt werden muss. Womöglich kam ich mit etwas gar viel Tempo daher. Aber ich bin nicht aufgesprungen, und ich hatte auch nicht das Gefühl, ihn am Kopf getroffen zu haben.» Ambühl kommentierte die Aktion, noch bevor er erstmals die TV-Bilder gesehen hatte.

Simon Moser stellte klar, dass der Ausgleichstreffer zum 2:2 richtigerweise Nino Niederreiter gutgeschrieben wurde, obwohl die TV-Bilder nicht auflösten, ob der Bündner NHL-Star tatsächlich mit dem Stock den Puck noch berührt hatte. Moser: «Doch, doch, das Tor gehört zu 100 Prozent Nino (Niederreiter). Diaz schiesst, wir lenken beide ab, aber Nino ist als Letzter am Puck. Genau so funktioniert's: Das ist unser Spiel. Wir ziehen aufs Tor und dann muss der Puck irgendwie rein.»

Auf diese Weise soll es auch am Mittwoch gegen Lettland klappen. Moser: «Aber vor dem Spiel gegen die Letten müssen wir noch über die Bücher. Wie haben wieder zwei Gegentore in Unterzahl kassiert. Wir hätten gegen Dänemark eigentlich drei Punkte benötigt. Nun muss gegen Lettland zwingend der erste 'Dreier' her. Für das Spiel vom Mittwoch gilt: 'Vogel friss oder stirb!'»

 

(fest/Si)

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